Rahmenbedingungen: Der volkswirtschaftliche Ausblick für die Unternehmensgründung in den USA

Rahmenbedingungen: Der volkswirtschaftliche Ausblick für die Unternehmensgründung in den USA

Die Länder der Euro-Zone schlagen sich so durch. Das ungebremste Wachstum Chinas hat erste Rückschläge einstecken müssen. Die USA haben in letzter Zeit in Deutschland eher politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Was aber macht die nach wie vor größte Volkswirtschaft der Welt denn so wirtschaftlich? Und inwieweit kann dies Anreize für Sie als potentieller Firmengründer in den USA haben?

Der Grundsatz der aktuellen US Regierung wird offensichtlich und offensiv geschäftsfreundlich ausgegeben: „The United States is open for business.“

Das Bruttosozialprodukt und das pro-Kopf-Einkommen in den USA

Im Jahre 2011 betrug des Bruttosozialprodukt (BSP) der USA sage und schreibe über 15 Billionen US-Dollar. Dieser Wert übertrifft die Werte anderer Länder bei weitem. Der arbeitende Anteil der amerikanischen Bevölkerung liegt bei etwa 153 Millionen Arbeitskräften. Arbeitskräfte sind gut ausgebildet und äußerst flexibel.

Dies allein dürfte für den potentiellen Firmengründer in den USA noch wenig aussagekräftig sein. Anders dürfte dies aber bereits dann aussehen, wenn man sich das hieraus resultierende pro Kopf Einkommen ansieht. Das pro Kopf Einkommen beläuft sich auf stattliche $ 48.000 jährlich und ist somit das höchste innerhalb der entwickelten Welt. Die Konsumlaune des amerikanischen Verbrauchers ist dabei nicht nur ein vielbekanntes Vorurteil.

Einige der aktuellen Pros für eine Unternehmensgründung in den USA einmal im Kurzüberblick:

  • Von einem globalen Trend spricht man in der Regel erst, wenn ein Produkt oder eine Marke sich auf dem amerikanischen Markt etabliert hat.
  • Laut einer Studie befinden sich 30 der 50 Top Universitäten der Welt in den USA und die Wirtschaft, R&D und die Universitäten arbeiten Hand in Hand.
  • Die USA sind führend im gewerblichen Rechtsschutz. In den USA werden jährlich 1 Millionen Patent- und Markeneintragungen beantragt. Bei der Durchsetzung von gewerblichen Schutzrechten sind die US Gerichte ist oftmals nicht so zimperlich wie z.B. die deutschen Gerichte.
  • Die USA haben zudem Freihandelsabkommen mit über 20 anderen Staaten abgeschlossen, was den Zugang zu weiteren 425 Millionen Menschen bezüglich US Produkten und Dienstleistungen ermöglicht.
  • Top Investitionsstandort für Venture Capital und Private Equity Funds.

Fazit

Ob und in wie weit Ihr Unternehmen beabsichtigt, vor Ort in den amerikanischen Markt einzusteigen, wird sicherlich nicht allein von den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen in Nordamerika abhängen. Zahlreiche branchen- und unternehmensspezifische Faktoren werden diese Entscheidung maßgeblich beeinträchtigen. Soweit es aber um internationales Renommee und Anerkennung geht, führt aber auch im Jahr 2013 wohl kaum ein Weg an einer Unternehmung in den USA vorbei.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind jedenfalls angerichtet.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Kleinunternehmertum und Small Business in den USA?

Kleinunternehmertum und Small Business in den USA? Die neuesten Zahlen aus den Vereinigten Staaten

Der Stereotyp: Vergleich zwischen der deutschen und der US Wirtschaft

Der langjährige und gängige Stereotyp in der vergleichenden Analyse zwischen den USA und Deutschland lautet in etwa so:

In den USA tragen die großen globalen Unternehmen (Coca-Cola, Apple, Amazon, Google, Starbucks und wie sie nicht alle heißen) die nationale Volkswirtschaft. In Deutschland hingegen ist der Mittelstand der Motor der Wirtschaft.

Diese Verallgemeinerung führt in Deutschland häufig zu Unsicherheiten bei Kleinunternehmern, Start-Ups und auch kleineren Mittelständern, die eine Erweiterung der geschäftlichen Tätigkeiten in die USA in Betracht ziehen. Bereits vor konkreten geschäftlichen Planungen steht daher oft die Frage:

 „Ist es überhaupt sinnvoll Geschäftseinheiten kleineren Zuschnitts auf US-Markt zu etablieren, bzw. gibt es überhaupt eine entsprechende Nachfrage vom amerikanischem Verbraucher“?

Ein Blick auf die Zahlen

Hinsichtlich derartiger Bedenken dürften die folgenden aktuellen Zahlen aus den USA durchaus überraschend sein:

1) Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum der Kleinunternehmer

Seit Beginn der 90er Jahre hat das „Big Business“ in den USA ca. 4 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Die Kleinunternehmer haben hingegen in demselben Zeitraum ca. 8 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit Beginn der 80er Jahre hat sich Anzahl an Kleinunternehmen um beinahe 50% vergrößert.

2) Anzahl von Kleinunternehmern

Ca. 23 Millionen Kleinunternehmer sorgen für über 54% aller in den USA verkauften Güter. Ca. 600.000 Kleinunternehmer (inklusive Kleinunternehmer Franchise-Systemen) verbuchen 40% aller Verkäufe des Einzelhandels.

Während „Big Business“ in den USA in den letzten Jahren von allem Arbeitsplätze wegrationalisiert hat, wächst das Segment und der Markt für Kleinunternehmer rapide.

Die Zahlen des US Marktes sprechen also durchaus für sich. Die Zeiten, in denen ausschließlich Big Business das Zugpferd der amerikanischen Wirtschaft war, sind also erst einmal vorbei. Das Kleinunternehmertum und seine Stellung auf dem amerikanischen Markt hat sich in den letzten 20 Jahren somit insgesamt  stark gewandelt.  Auch die professionelle Vertretung und Unterstützung für diesen Wirtschafssektor hat sich seit dieser Zeit extrem verbessert.

Ausblick

Die Bedenken von Gründern, dass „man zunächst auf eine gewisse Größe anwachsen müsse, um auf dem amerikanischen überhaupt eine Chance zu haben“ sind also allein aufgrund der amerikanischen Zahlen nicht begründet.  Selbstverständlich bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass jede Idee eines Start-Up Unternehmens oder jede Expansion in den US Markt tatsächlich von Erfolg gekrönt wird.

Eine umfassende und professionelle Beratung, bereits im Frühstadium der Planung Ihres Eintritts in den US-Markt, ist nach wie vor in jedem Fall unerlässlich.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA