Nach der Gründung: Nicht die US Business-Etikette vernachlässigen

Nach der Gründung: Nicht die US Business-Etikette vernachlässigen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die globalen Markterfordernisse mögen die Hauptbeweggründe für deutsche Unternehmer sein, eine Niederlassung oder eine Gesellschaft in den USA zu gründen. Die Organisation und Eintragung einer solchen geschäftlichen Unternehmung in den USA ist dabei allerdings nur der erste Schritt. Sofern Sie nach der Gründung vor Ort in den USA geschäftlichen tätig werden, ist es durchaus zu empfehlen, sich frühzeitig auch mit der Business Etikette der USA vertraut zu machen.
Bei einem Land von 320 Millionen Einwohnern mit diversen ethischen Hintergründen und 6 verschiedenen Zeitzonen ist es offensichtlich, dass man nur schwer von „der einen Business Etikette“ der USA ausgehen kann. Der geschäftliche Verhaltenskodex sieht bei einem IT-Start Start-Up im Silicon Valley ganz anders aus als bei einem traditionellen Stahlindustrieunternehmen im Mittleren Westen.
Wir haben uns dennoch einmal an einer Kurzübersicht versucht.

Pünktlichkeit

In Sachen Pünktlichkeit dürfen Deutsche und Amerikaner eine kulturelle Übereinstimmung verbuchen. „Time is Money“ und gemäß dieser Leitlinie sind Amerikaner im geschäftlichen Alltag stets auf Pünktlichkeit bedacht.

Begrüßung und Vorstellung

Die Begrüßung und Vorstellung von neuen Geschäftspartnern und Geschäftskontakten fällt für den deutschen Geschmack in der Regel eher „überschwänglich“ aus. Auch auf höheren Geschäftsebenen ist das „Hey, how are you doing?“ weit verbreitet. Eine eingehende Antwort wird hierauf im Allgemeinen nicht erwartet. „I am great – how are you“ ist eine gängige und fast erwartet Antwort, um das Eis von vornherein zu brechen.
Der Gebrauch von akademischen Titeln ist eher von untergeordneter Rolle und einen Doktortitel seines Geschäftspartners bemerkt man oftmals eher bei näherer Betrachtung des Geschäftsbios oder der Visitenkarte. Es ist auf allen geschäftlichen Stufen bis hin zum CEO durchaus üblich, dass man sich unmittelbar mit dem Vornahmen anspricht. Ein Punkt der für den deutscher Unternehmer manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Heikle Gesprächsthemen besser vermeiden

Trotz der offenen Art und Weise der Amerikaner gibt es kulturelle und politische Themen, die man im Rahmen einer geschäftlichen Beziehung besser nicht thematisieren sollte. Todesstrafe, Einschränkung der Waffenrechte und das Thema Abtreibung oder Religion und Politik im Allgemeinen sind dabei Themen die regelmäßig das amerikanische Gemüt relativ sicher zur Wallung bringen können. Mit den Themen Sport, insbesondere natürlich über örtliche Profiteams, und Freizeit ist man hingegen so gut wie immer auf der sicheren Seite.

Unser Ausblick

„The American Way of Business“ mag aufgrund der offenen Art und Weise für den einen oder anderen deutschen Gründer zunächst etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Nach relativ kurzer Zeit geht den meisten deutschen Unternehmern in den USA die dortige Business Etikette ohne weiteres ins Blut über.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA