Der Government Shutdown in den USA: Auswirkungen auch für Gründer und Kleinunternehmer?

Der Government Shutdown in den USA: Auswirkungen auch für Gründer und Kleinunternehmer?

Sofern Sie aktuell eine Gründung, Fusionierung oder Erweiterung in den US Markt planen, haben Sie den Government Shutdown Anfang Oktober vermutlich mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Was aber ist ganz genau passiert und welche Auswirkung kann dies auf eine potentielle Gründung in den USA haben?

Das Steuerjahr der USA und die Entstehung des Shutdown

Das Steuerjahr der USA läuft gewöhnlicher Weise vom 1. Oktober eines Jahres bis zum folgenden 30. September. Zur Verabschiedung neuer Finanzmittel bedarf es der Zustimmung des Kongress. Das von den Republikanern kontrollierte House hatte aktuell zwar ein Budget verabschiedet, dabei aber keine Mittel für die von Barack Obama initiierte soziale Krankenversicherung (sog. Affordable Care Act oder auch Obamacare)  berücksichtigt. Der demokratisch besetzte Senat hingegen bestand auf einer Budgetierung inklusive der Mittel für Obamacare. Da der Regierung somit ab dem 01.10.2013 keine neuen Finanzmittel zur Verfügung standen, war es zum sogenannten „Government Shutdown“ gekommen.

Ist ein Shutdown Grund zur Besorgnis für Gründer und Investoren?

Zunächst einmal sollten potentielle Gründer und Investoren zur Kenntnis nehmen, dass ein solcher Shutdown in den USA nichts ungewöhnliches ist.  So ist es seit 1977 bereits zu ganzen 17 solcher Shutdowns gekommen, wobei die meisten Shutdowns innerhalb von 3 Tagen beigelegt werden konnten. Der längste Shutdown erfolge Ende 1995 und Anfang 1996 unter der Regierung von Bill Clinton und dauerte ganze 21 Tage. In der aktuellen Situation konnte die US Regierung  vor Eintritt der totalen Zahlungsunfähigkeit  eine rechtzeitige Einigung herbeiführen.  Der Verlust der USA zur Fähigkeit der Kreditaufnahme wurde durch die erzielte Einigung gerade noch abgewandt. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass es sich bei dem erreichten Kompromiss lediglich um einen vorübergehenden Burgfrieden handelt. Der verabschiedete Übergangshaushalt endet bereits im Winter 2014, so dass sich die amerikanische Politik bereits zu diesem Zeitpunkt ggf. r mit einem erneuten Government Shutdown auseinandersetzen muss.

Die Börsenentwicklung und der Dow Jones

Der Dow Jones hatte bereits vor der tatsächlichen Einigung auf erste  Annäherungen  der streitenden Parteien äußerst positiv reagiert und dem Aktienmarkt mit einem Sprung von 323 Punkten den zweitbesten Tag im laufenden Jahr beschert. Derzeit dürfte der US Aktienmarkt einem potentiellen Gründer kein Kopfzerbrechen bereiten. Der US Aktienmarkt und dessen Entwicklung sollte im weiteren Verlauf aber entsprechend beobachtet werden.

Ausblick

Gründer und Investoren dürften zum jetzigen Zeitpunkt nicht allzu besorgt hinsichtlich eines Einstiegs in den US Markt sein. Jedoch sollte man die Entwicklung hinsichtlich eines erneut möglichen Shutdown weiter Aufmerksam verfolgen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA