Kleinunternehmertum und Small Business in den USA?

Kleinunternehmertum und Small Business in den USA? Die neuesten Zahlen aus den Vereinigten Staaten

Der Stereotyp: Vergleich zwischen der deutschen und der US Wirtschaft

Der langjährige und gängige Stereotyp in der vergleichenden Analyse zwischen den USA und Deutschland lautet in etwa so:

In den USA tragen die großen globalen Unternehmen (Coca-Cola, Apple, Amazon, Google, Starbucks und wie sie nicht alle heißen) die nationale Volkswirtschaft. In Deutschland hingegen ist der Mittelstand der Motor der Wirtschaft.

Diese Verallgemeinerung führt in Deutschland häufig zu Unsicherheiten bei Kleinunternehmern, Start-Ups und auch kleineren Mittelständern, die eine Erweiterung der geschäftlichen Tätigkeiten in die USA in Betracht ziehen. Bereits vor konkreten geschäftlichen Planungen steht daher oft die Frage:

 „Ist es überhaupt sinnvoll Geschäftseinheiten kleineren Zuschnitts auf US-Markt zu etablieren, bzw. gibt es überhaupt eine entsprechende Nachfrage vom amerikanischem Verbraucher“?

Ein Blick auf die Zahlen

Hinsichtlich derartiger Bedenken dürften die folgenden aktuellen Zahlen aus den USA durchaus überraschend sein:

1) Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum der Kleinunternehmer

Seit Beginn der 90er Jahre hat das „Big Business“ in den USA ca. 4 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Die Kleinunternehmer haben hingegen in demselben Zeitraum ca. 8 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit Beginn der 80er Jahre hat sich Anzahl an Kleinunternehmen um beinahe 50% vergrößert.

2) Anzahl von Kleinunternehmern

Ca. 23 Millionen Kleinunternehmer sorgen für über 54% aller in den USA verkauften Güter. Ca. 600.000 Kleinunternehmer (inklusive Kleinunternehmer Franchise-Systemen) verbuchen 40% aller Verkäufe des Einzelhandels.

Während „Big Business“ in den USA in den letzten Jahren von allem Arbeitsplätze wegrationalisiert hat, wächst das Segment und der Markt für Kleinunternehmer rapide.

Die Zahlen des US Marktes sprechen also durchaus für sich. Die Zeiten, in denen ausschließlich Big Business das Zugpferd der amerikanischen Wirtschaft war, sind also erst einmal vorbei. Das Kleinunternehmertum und seine Stellung auf dem amerikanischen Markt hat sich in den letzten 20 Jahren somit insgesamt  stark gewandelt.  Auch die professionelle Vertretung und Unterstützung für diesen Wirtschafssektor hat sich seit dieser Zeit extrem verbessert.

Ausblick

Die Bedenken von Gründern, dass „man zunächst auf eine gewisse Größe anwachsen müsse, um auf dem amerikanischen überhaupt eine Chance zu haben“ sind also allein aufgrund der amerikanischen Zahlen nicht begründet.  Selbstverständlich bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass jede Idee eines Start-Up Unternehmens oder jede Expansion in den US Markt tatsächlich von Erfolg gekrönt wird.

Eine umfassende und professionelle Beratung, bereits im Frühstadium der Planung Ihres Eintritts in den US-Markt, ist nach wie vor in jedem Fall unerlässlich.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA