Einstellungspraxis für US-Gründungen: Affirmative Action

Einstellungspraxis für US-Gründungen: Affirmative Action

Die Planung, der Gründungsprozess und die offizielle Eintragung sind nur der Anfang für eine erfolgreiche Unternehmung in den USA. Darüber hinaus gilt es sich mit haftungsspezifischen Fragen des US-Rechts und insbesondere auch mit dem mitunter sehr eigenwilligen US Arbeitsrechts zu beschäftigen.
Im Jahre 1961 erging unter niemand anderen als John F. Kennedy, als Präsident der Vereinigten Staaten, auf Grundlage der Executive Order 10925 der erste Erlass zu den Affirmative Actions (oder auf Deutsch etwas verwirrend auch „positiven Diskriminierungen“). Ziel war es die Rassendiskriminierung im Rahmen des Einstellungsverfahrens von Arbeitnehmern zu bekämpfen und eine Einstellungspraxis, frei von Beurteilungen nach Herkunft oder Rasse, zu implementieren.
Diese von Kennedy vor über 40 Jahren initiierte Praxis hat auch für die moderne Einstellungspraxis in den USA weitreichende Konsequenzen, was bei Gründungen in den USA auch entsprechend zu beachten ist. Die Regelungsmaterie dürfte dem deutschen Unternehmer zwar dem Grunde nach aufgrund des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (oder auch Antidiskriminierungsgesetz genannt) seit einigen Jahren ein Begriff sein. Jedoch sind die praktischen Auswirkungen in den USA in der Regel um einiges weitgehender.

Zwingendend vorgeschriebene Affirmative Action Pläne

Sobald ein Unternehmen in den USA über $50.000 Umsatz aufgrund von Verträgen mit der Regierung der Vereinigten Staaten tätigt und mindestens 50 Arbeitnehmer beschäftigt, so muss ein derartiges Unternehmen zwingend über einen Affirmative Action Plan verfügen, in dem die Bemühungen des Unternehmens zur gleichberichtigten und nicht-diskriminierenden Einstellung zu erfassen sind. Es sollte insbesondere die Einstellungspraxis, das Recruitment und die Auswahl von Bewerbern mit Minderheitenstatus hinreichend dokumentiert werden. Denn: die Bundesarbeitsbehörde ist sodann berechtigt diesen Plan zur Überprüfung anzufordern und einzusehen.

Freiwillige Optierung zu Affirmativ Action Plänen

Einige US Unternehmen optieren darüber hinaus auch freiwillig, also ohne gesetzliche Anforderung, zu einem umfassenden Affirmative Action Plan. Dies ist z.B. der Fall, um einen etwaigen Ruf von diskriminierendem Einstellungsverhalten in der Vergangenheit entsprechend entgegenzuwirken. Aber auch ohne eine solche negative Vergangenheit optieren US Unternehmen oftmals aus Imagegründen und aufgrund der hohen gesellschaftlichen Brisanz dieses Themas zur Erstellung und Einhaltung eines Affirmative Action Planes.
Die Implementierung und Überwachung eines solchen Planes ist jedoch regelmäßig mit einem relativ hohem Arbeits-und Mittelaufwand verbunden, so dass es in der Regel größere Unternehmen sind, die in Lage sind sich einen solchen Plan „zu leisten“.

Unser Ausblick

Unabhängig davon, ob Ihre konkrete Unternehmung in den USA dem Erfordernis eines Affirmative Action Planes unterliegt oder nicht, ist das Thema der Allgemeinen Gleichberechtigung im Einstellungsverfahren ein Thema, dass man als deutscher Unternehmer in Hinsicht auf rechtliche Brisanz und Image nicht unterschätzen sollte.

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Made in the USA: Ein Comeback des Produktionsstandortes USA?

Made in the USA: Ein Comeback des Produktionsstandortes USA?

Jeder deutsche Unternehmer und Verbraucher kann wohl auf Anhieb eine schier unendliche Liste an erfolgreichen, globalen US-amerikanischen Unternehmen aufzählen auf, auf deren Gebrauch wir weder im geschäftlichen Bereich noch im Alltag verzichten möchten.
Trotz der Vielzahl dieser Produkte, die ihren Ursprung im amerikanischem Unternehmergeist finden, ist eines jedoch absolut rar: ein Produktionsvermerk „Made in the USA“.
Wie kaum ein anderes Land der Erde hat die amerikanische Wirtschaft über Jahrzehnte die Verlagerung von Produktionsstätten („Offshoring“) nach Übersee betrieben. Allein im letzten Jahrzehnt sind schätzungsweise sage und schreibe 6 Millionen amerikanische Produktionsstellen nach Übersee gewandert.
Unlängst zeichnet sich jedoch ein möglicher neuer diesbezüglicher Trend ab.

Die Vorzeichen eines Re-Shoring Trends

In jüngster Gegenwart hat das amerikanische Produktionsgewerbe erstmals seit langer Zeit wieder ein Jobwachstum und Schaffung neuer Stellen vor Ort in den USA zu verzeichnen.
Aber: woher kommt der Trend?
Im letzten Jahrzehnt sind die Lohn- und Transportkosten in China permanent angestiegen. Ganz im Gegensatz zum US-Dollar ist der Wert des chinesischen Yuan stetig gestiegen. Die hohen Ölpreise haben zudem den Verschiffungsvorgang insgesamt deutlich teurer werden lassen. Im selben Zeitraum sind die Produktionslöhne in den USA nicht angestiegen. Im Gegenteil – etwa im Bereich der Automobilindustrie – sind die einstmals in Detroit gezahlten Löhne nunmehr ein Relikt der Vergangenheit.
Durch das in den USA aggressiv betriebene Fracking sind zudem die örtlichen Gaspreise um einiges wettbewerbsfähiger geworden als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Zur gleichen Zeit sind die Gaspreise in China und anderen Billiglohnstandorten extrem gestiegen.
Die Gewinnspanne, die sich durch Offshoring einstmals erreichen ließ, wird in den USA somit zunehmend enger, bzw. ist in einigen Bereichen kaum noch vorhanden.
Neben dem teilweise nur geringem verbleibenden Preisvorteil der Überseeproduktion, kommt aber noch ein gewichtiger weiterer Aspekt für den Trend des Re-shoring in den USA zum tragen:
Schnellere Reaktionszeiten auf aktuelle Markttrends und Nachfragen.

Die Verschiffung von Produktionsmaterialen aus China in die USA können je nach konkretem Gewerbe bis zu 3 Monate dauern. Hinzuzurechnen ist sodann noch der Vorgang der Qualitätskontrolle, der unter Umständen zur Rücksendung und Neulieferung führt. Ein durchaus langer Zeitraum, um auf kurzfristige Industrienachfragen reagieren zu können.

Zahlen und die Studie der Boston Consulting Group

Eine von der Boston Consulting Group 2013 durchgeführte Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ganze 21% der amerikanischen Großhersteller bereits Stellen in die USA zurückverlagert haben oder dies aber innerhalb der nächsten zwei Jahre planen.
Ein interessanter Trend, der unser Ansicht nach weiter an Fahrt aufnehmen wird. Wir werden dies jedenfalls weiterhin für Sie beobachten!

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USA Gesellschaften: Was genau ist noch einmal der Registered Agent?

USA Gesellschaften: Was genau ist noch einmal der Registered Agent?

Im Rahmen dieses Blogs haben wir des Öfteren die verschiedenen Gesellschaftsformen (Limited Liability Company, Incorporation etc.) in unterschiedlichen US-Bundesstaaten dargestellt und erörtert. Oftmals taucht im Zusammenhang mit Gesellschaftsgründungen dabei das Erfordernis auf einen „Registered Agent“ oder – je nach Bundesstaat auch – einen „Statutory Agent“ zu bestellen.

Die rechtliche Funktion des Registered Agent

Probleme der Zuordnung der Funktion des Registered Agent entstehen für den deutschen Unternehmer bereits bei der Übersetzung des Begriffs ins Deutsche. Am ehesten lässt sich der „Registered Agent“ wohl mit „Zustellungsbevollmächtigten“ übersetzen.

Im Allgemeinen geht es bei der Bestellung des Registered Agent darum, einen offiziellen Ansprechpartner der Gesellschaft vor Ort in den USA zu errichten, an welchen postalisch (Postfächer oder auch sog. „PO Boxes“ sind ausgeschlossen) zu den gewöhnlichen Geschäftszeiten zugestellt werden kann. Dies gilt vor allem für die Zustellung von Klagen, anderweitigen gerichtlichen sowie steuerlichen Dokumenten. Der Registered Agent ist, nach entsprechender Bestellung, sodann verpflichtet die jeweilige Gesellschaft, vom Eingang derartiger Dokumente zu unterrichten. Versäumt der Registered Agent es beispielsweise die Gesellschaft vom Zugang einer zivilrechtlichen Klage zu unterrichten, kann es unter Umständen zu einer gerichtlichen Terminierung ohne Teilnahme der Gesellschaft kommen, was in einem Versäumnisurteil gegen das säumige Unternehmen enden kann.

Die Funktion des Registered Agent sollte also nicht leichtfertig unterschätzt werden.

Die Eintragung des Registered Agent

Im Regelfall wird der Registered Agent zusammen mit den weiteren Gründungsdokumenten und Urkunden bestellt. Die Anforderungen an die Person des Registered Agent fallen von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich aus. Die Funktion des Registered Agent kann dabei in allen US-Bundesstaaten etwa durch den Rechtsanwalt der jeweiligen Gesellschaft wahrgenommen werden. In einer Vielzahl von US-Bundesstaaten ist es zudem möglich, dass der Registered Agent seinerseits  eine juristische Person ist. Einzelheiten zu den jeweiligen Voraussetzungen und Anforderungen in den Bundesstaaten gibt es über den entsprechenden Secretary of State.

Natürlich ist es auch möglich, den einmal bestellten Registered Agent abzustellen und durch einen neuen Agent zu ersetzen. Je nach Bundesstaat ist hierfür ggf. eine Satzungsänderung bzw. ein Nachtrag zur Satzung der Gesellschaft notwendig.

Zu beachten ist insoweit noch, dass sichergestellt werden sollte, dass die Gesellschaft zu jeder Zeit über einen wirksam bestellten Registered Agent verfügt. Ansonsten drohen – je nach Bundesstaat – Geldstrafen oder sogar der Entzug der Geschäftslizenz.

Unser Ausblick

Dem Registered Agent kommt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Gerade sofern Sie selbst nicht aktiv vor Ort in den USA sein sollten. Bei weiteren Fragen zur Bestellung des Registered Agent im Rahmen der Unternehmensgründung helfen wir Ihnen gerne!

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Texas der Lone Star State: Ist der US Bundesstaat ein lohnender Investitionsstandort?

Texas der Lone Star State: Ist der US Bundesstaat ein lohnender Investitionsstandort?

Der US-Bundesstaat Texas nimmt von seiner Reputation her gewiss einen gewissen Sonderstatus ein. Selbst für amerikanische Verhältnisse ist in Texas angeblich alles ein bisschen größer. Aber gilt das auch für den Sektor der Privatwirtschaft und wie sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren und Gründer?

Allein von der Fläche wird Texas seinem Ruf gerecht und ist nach Alaska der zweitgrößte Bundesstaat der USA. Auch bevölkerungsmäßig ist Texas mit seinen beinahe 27 Millionen Einwohnern der zweitgrößte US Bundesstaat (hinter Kalifornien). Houston ist mit 2.1 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Texas und zugleich die viertgrößte Stadt der USA.

Das Bruttosozialprodukt, die Forbes Liste und der Standort Houston

Das Bruttosozialprodukt Texas war im Jahr 2010 vergleichbar mit dem von Indien oder Kannada. Die Arbeitslosenrate in Texas lag Mitte 2013 bei 6.3%.

Insbesondere Houston, das Zentrum der Öl- und Naturgasförderung in Texas, tut sich derzeit als günstiger internationaler Geschäftsstandort hervor. 2013 wurde die Stadt nach der Krise wieder als günstiger Standort für Geschäft und Karriere („Best Place for Business and Careers“) gelistet. Bereits im Mai 2013 wurde die Stadt als „das Zentrum der Arbeitsplatzschaffung“ der USA von dem U.S. Bureau of Statistics bezeichnet, nachdem die Stadt in der Lage war, nach der Krise jedem verlorenen Job zwei neu hinzugewonnene gegenüber zu stellen. Diese starke wirtschaftliche Entwicklung wird auch auf den großen Anteil von ausländischen Firmengründungen und Firmenerweiterung im Zeitraum 2008 und 2010 zurückgeführt. In diesem Zeitraum siedelten sich über 100 ausländische neue Unternehmen in Houston an oder erweiterten ihren bestehenden Geschäftsbetrieb in der Stadt.  Der Port von Houston dient als internationaler Exportumschlagsplatz und die Exportzahlen übertrafen im Jahre 2013 die von New York. Da in der Stadt und im Umfeld ein hoher Anteil der Arbeitnehmer in der Ölindustrie tätig sind, ist – im Gegensatz zu den meisten anderen Wirtschaftsstandorten – ein hoher Ölpreis in Houston durchaus willkommen.

Die Besteuerung in Texas                                                                                                                 

Texas genießt einen gewissen „low taxes, low service“ (niedrige Steuern, wenig Service) Ruf. Texas ist dabei einer der wenigen US Bundesstaaten, in dem es keine bundesstaatliche Einkommenssteuer gibt. Die Einnahmen des Staates ergeben sich daher hauptsächlich aus Immobiliensteuern sowie Umsatzsteuer.

Unsere Einschätzung

Texas ist sicherlich nicht ein „traditioneller“ Gründungsstandort für ausländische Unternehmen und Investoren wie etwa Delaware, Nevada oder Florida. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung insbesondere der Region und Stadt Houston mit ihrem Hafen ist jedoch absolut beeindruckend. Je nach Branche und Geschäftsbetrieb könnte Houston der optimale Standort für Ihre Unternehmung sein.

Zögern Sie nicht, uns bei etwaigen Fragen zu kontaktieren.  Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Gründungsklima USA: Die Top 10 Staaten für Ihre Gründung in Amerika

Gründungsklima USA: Die Top 10 Staaten für Ihre Gründung in Amerika

Die Frage „Gründung oder Markterweiterung in die USA“  ist für viele Unternehmer, Gründer und Investoren eine grundsätzliche Frage. Sobald man sich aber mit dieser Thematik näher auseinandersetzt, stellt sich jedoch relativ bald die Frage: „Welcher Bundesstaat der US ist optimal für uns?“.

Je nach Industriezweig: Die geographischen Rahmenbedingungen

Allein aufgrund der enormen Größe des Landes mit seinen unterschiedlichen Klima und Zeitzonen mögen je nach Branche bereits geographische Gesichtspunkte von entscheidender Bedeutung sein. Sofern dies jedoch für Ihre Unternehmung nicht von entscheidender Bedeutung ist, stellt sich die Frage: „Welcher Bundesstaat stellt derzeit besonders attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmen“?

Anreize, Wirtschaftsleistung und wirtschaftsrechtliche Voraussetzungen

Eine Frage die sich die Amerikaner auch regelmäßig selbst stellen. Die Stiftung des US Chamber of Commerce (die amerikanische Handelskammer) hat diesbezüglich 2013 einen detaillierten Report herausgegeben. Getestet und bewertet wurden fünf Kategorien.

Der „Klassenprimus“ dieser Studie war erstaunlicherweise der Bundesstaat Utah. Dieser kam in die Top 10 in jeder bewerteten Kategorie und belegte den 3. Platz für die Bewertung der Gesamtwirtschaftsleistung.

Die Top 10 insgesamt

Weitere ebenfalls gut platzierte Bundesstaaten sind z.B. Texas, Colorado und mit leichten Abstrichen Washington.

Die Top 10 Bundesstaaten der Kategorie Rahmenbedingungen und Wirtschaftsleistung insgesamt waren:

  • ·         Nord Dakota
  • ·         Texas
  • ·         Utah
  • ·         Wyoming
  • ·         Virginia
  • ·         Washington
  • ·         Oklahoma
  • ·         Louisiana
  • ·         Maryland
  • ·         Iowa

Interessant ist, dass mit Nord Dakota, Oklahoma and Wyoming eher bisherige „Mauerblümchen“ mehr in den wirtschaftlichen Mittelpunkt rücken. Wesentlicher Hintergrund bei diesen drei Staaten dürfte aber wohl vor allem deren Energiereichtum sein. Die weitere Entwicklung bleibt also abzuwarten. Washington, Utah, Maryland Virginia dürften ihre Toppositionen wohl der ausgeprägten High-Tech-Industrie sowie dem vermehrten Kraftstoffanbau verdanken.

Einzelkategorien

In den bewerteten Einzelkategorien sind sodann weitere Bundesstaaten, wie z.B. Arizona oder Florida, vertreten.

Die Top Ten der Kategorie Unternehmertum und Innovation („Entrepreneurship and Innovation“) listetet die folgenden Bundesstaaten:

  •     Maryland
  •     Colorado
  •     Virginia
  •     Utah
  •     Massachusetts
  •     Texas
  •     Washington
  •     Arizona
  •     Georgia
  •     Florida

Der Gesamtausblick

Die hier auszugsweise angerissenen Ergebnisse des Reports dürften wieder einmal folgenden Punkt für den geneigten deutschen Gründer verdeutlichen:

Die unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen innerhalb der Bundesstaaten unterscheiden zum Teil wesentlich erheblicher als man allgemein aus europäischer Sicht aus annimmt. Der Wettbewerb ständig neue Unternehmen in den eigenen Bundesstaat anzulocken läuft.

Es lohnt sich daher eine genaue und detaillierte Bedarfsanalyse vor Realisierung Ihres Vorhabens. Wie die Studie zeigt, sind nicht immer die üblichen Verdächtigen, wie etwa Delaware oder Florida, auch die für Sie am besten geeigneten Kandidaten.

Fragen Sie uns bei Unklarheiten! Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Firmengründung in den USA vom Profi mit langjähiger Erfahrung: EMSKG.DE

Seit 1996 gründet und verwaltet die e|m|s Unternehmensberatung US-Gesellschaften in allen 50 Staaten der USA. Die langjährigen Erfahrungen in diesem Geschäft macht Ihnen den Einstieg in den US-Markt sehr viel einfacher. e|m|s Unternehmensberatung gründet US-Aktiengesellschaften (US Corporation) oder Limited Liability Companies (LLC) in allen 50 Bundesstaaten der USA, falls gewünscht auch binnen 48 Stunden.

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Gründung in Nevada: Mehr als nur „Viva Las Vegas“

Gründung in Nevada: Mehr als nur „Viva Las Vegas“

Auf den ersten Blick gilt Nevada, wegen seines enormen Silbervorkommens auch als „Silver State“ bezeichnet , mit seinen legendären Glücksspielmetropolen Las Vegas und Reno regelmäßig als Filmkulisse für spektakuläre Junggesellenabschiede und Feierstätte für vergnügungswütiger Angehörige der britischen Königsfamilie. Was aber hat Nevada darüber hinaus für wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Ihre Gründung in den USA zu bieten? Insgesamt lässt sich sagen, dass Nevada ein extrem unternehmensfreundliches Wirtschaftsumfeld, mit unter Umständen erheblichen Steuervorteilen, bieten kann. Einigen Analysten und Wirtschaftsberatern zur Folge hat Nevada dabei dem US-Bundesstaat Delaware mittlerweile den Rang „als der Staat für Unternehmenssgründungen“ abgelaufen.

Einige Fakten zum Wirtschaftsstandort Nevada im Überblick

Der Nevada Secretary of State, Ross Miller hat hierzu im englischen eine relativ knackige Zusammenfassung geliefert (http://nvsos.gov/index.aspx?page=422).

Im Deutschen lassen sich diese Punkte in gebotener Kürze wie folgt zusammenfassen:

1) Attraktives Steuerklima

  • Keine Körperschaftssteuer
  • Keine Franchisesteuer
  • Keine Nachlasssteuer
  • Keine Schenkungssteuer
  • Keine Besteuerung des Einkommens von natürlichen Personen
  • Wettbewerbsfähige Umsatz- und Grundstückssteuern
  • Beschränkte Steuererhöhungen
  • Schutzmöglichkeiten gegen Gesellschafterklagen
  • Hoher Grad an Anonymität und Schutz der Privatsphäre
  • Minimale Veröffentlichungspflichten

2) Unternehmensfreundliches Handelsgerichtsystem (sog. „Nevada Business Court“)

Der Bundesstaat Nevada hat ein Handelsgerichtssystem auf Grundlage der vorhandenen Modelle in den Bundesstaaten Delaware, Maryland, Pennsylvania, and North Carolina etabliert. Zielsetzung und Motivation der Errichtung des Nevada Business Court ist es, die Handhabung von Handels- und Gesellschaftsdisputen relativ zügig und mit relativ vorhersehbaren Ausgang für die beteiligten Unternehmen zu erreichen. Der operative Geschäftsbetrieb von in Nevada eingetragenen Gesellschaften soll somit weitmöglich, und ohne Unterbrechung, aufrechterhalten werden. Gerade in den von berüchtigten Juryentscheidungen geprägten USA sicherlich ein wichtiger Standortvorteil.

Entwicklung Nevadas und Ausblick

Aufgrund der wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen ist die Anzahl der jährlichen Neugründungen und Unternehmenseintragungen in Nevada extrem hoch. Im Boomjahr 2006 verzeichnete Nevada sage und schreibe 85.000 Gesellschaftseintragungen. Selbst nach dem Krisenjahr 2009 hat sich die Zahl der Neueintragungen auf ca. 60.000 jährlich eingependelt. Ca. 80% dieser Gründungen werden übrigens von außerhalb Nevadas angesiedelten Personen vorgenommen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, dass Nevada gleichermaßen Klein- als auch Großunternehmen anzieht.

Die Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Unternehmung im US-Bundesstaat Nevada sind vielfältig und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reizvoll. Wie bei jeder Planung, sollten Sie die jeweiligen Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abwiegen. Insbesondere ein Vergleich zu den Bundesstaaten Delaware, Wyoming und Florida kann sich anbieten.

Lassen Sie sich in jedem Falle frühzeitig fachmännisch beraten. Wir helfen gerne.

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Steuertraum Wyoming: Gründung in luftiger Höhe

Steuertraum Wyoming: Gründung in luftiger Höhe

Der US-Bundesstaat Wyoming, in den USA auch als der Cowboy State geläufig, sollte bei einer potentiellen Unternehmensgründung durchaus einmal näher beleuchtet werden. Der im Westen der USA gelegene Staat Wyoming ist überwiegend von Gebirgslandschaften und weiten Ebenen geprägt, wobei die Durchschnittshöhe des Staates bei über 2000 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Der niedrigste Ort des Staates, der zudem Heimat des berühmten Yellow Stone Nationalpark, mit über 3 Millionen Besuchern pro Jahr ist, liegt auf 945 Metern Höhe, so dass der niedrigste Ort höher gelegen ist als etwa Garmisch-Partenkirchen.

Was aber kann für diesen traditionell eher landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat für Ihre Unternehmensgründung sprechen?

Einige Fakten zu Wyoming und den Steuern:

 Die für deutsche Unternehmer nach wie vor überraschende Nachricht gleich vorweg:

Steuerliche Anreize

Im Jahre 2008 wurde der Bundesstaat Wyoming, in dem keine „State Tax“ für Unternehmen existiert, von der Tax Foundation als aus steuerlicher Sicht erstmals als unternehmensfreundlichster aller 50 Bundesstaaten der USA gewählt.

 Im Jahr 2013 ist Wyoming gemäß dem Tax Foundation’s State Business Tax Climate Index nunmehr zum vierten Mal in Folge als unternehmensfreundlichster Staat aus Steuersicht gewählt worden. Allenfalls der Bundesstaat Nevada kann derzeit mit den steuerlichen Rahmenbedingungen Wyomings noch mithalten.

Die Umsatzsteuer in Wyoming beträgt gerade einmal 4 %, wobei je nach Bezirk eine optionale Gemeindeumsatzsteuer von 2 % hinzukommen kann. Industrieherstellungsmaterialien können unter Umständen von der Umsatzsteuer befreit sein. Insgesamt ist die Steuerlast in Wyoming  gemäß dem Wyoming Business Council die zweitniedrigste in den USA.

Eine durchaus beachtliche Leistung, die auch durchaus das Interesse europäischer Investoren und Unternehmungen geweckt hat.

Anonymität und Anreize für Klein- und Familienunternehmen

Das Gesellschaftsrecht Wyomings sieht keine Eintragung in ein öffentliches Gesellschaftsregister für Geschäftsführer oder Gesellschafter eine Limited Liability Company vor. Insgesamt gesehen dürfen auch die übrigen Buchführungs- und Veröffentlichungspflichten als eher minimal angesehen werden.

Für Klein- und Familienunternehmen besteht in Wyoming zudem die Möglichkeit der Gründung und Führung von sog. Close Corporations, bzw. Close Limited Liability Companies. Diese Unternehmensformen ermöglichen es diesen Gesellschaften mit geringstmöglichem Bürokratieaufwand operativ tätig zu sein.

Unsere Einschätzung

Bereits dieser kurze Überblick dürfte die äußerst unternehmensfreundliche Kultur Wyomings verdeutlichen. Entscheidend kommt es letztlich auf Ihr konkretes Vorhaben an.

Ein kleiner Wehmutstropen sollte bei all den positiven Nachrichten aus Wyoming aber auf jeden Fall noch bedacht werden:

Internationale Geschäftsreisende auf dem Weg nach Wyoming werden wohl in der Regel in Chicago, Atlanta oder Denver umsteigen müssen. Wyomings größter Flughafen, der Jackson Hole Airport, liegt mitten im Grand Teton Nationalpark!

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