Gründung in Nevada: Mehr als nur „Viva Las Vegas“

Gründung in Nevada: Mehr als nur „Viva Las Vegas“

Auf den ersten Blick gilt Nevada, wegen seines enormen Silbervorkommens auch als „Silver State“ bezeichnet , mit seinen legendären Glücksspielmetropolen Las Vegas und Reno regelmäßig als Filmkulisse für spektakuläre Junggesellenabschiede und Feierstätte für vergnügungswütiger Angehörige der britischen Königsfamilie. Was aber hat Nevada darüber hinaus für wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Ihre Gründung in den USA zu bieten? Insgesamt lässt sich sagen, dass Nevada ein extrem unternehmensfreundliches Wirtschaftsumfeld, mit unter Umständen erheblichen Steuervorteilen, bieten kann. Einigen Analysten und Wirtschaftsberatern zur Folge hat Nevada dabei dem US-Bundesstaat Delaware mittlerweile den Rang „als der Staat für Unternehmenssgründungen“ abgelaufen.

Einige Fakten zum Wirtschaftsstandort Nevada im Überblick

Der Nevada Secretary of State, Ross Miller hat hierzu im englischen eine relativ knackige Zusammenfassung geliefert (http://nvsos.gov/index.aspx?page=422).

Im Deutschen lassen sich diese Punkte in gebotener Kürze wie folgt zusammenfassen:

1) Attraktives Steuerklima

  • Keine Körperschaftssteuer
  • Keine Franchisesteuer
  • Keine Nachlasssteuer
  • Keine Schenkungssteuer
  • Keine Besteuerung des Einkommens von natürlichen Personen
  • Wettbewerbsfähige Umsatz- und Grundstückssteuern
  • Beschränkte Steuererhöhungen
  • Schutzmöglichkeiten gegen Gesellschafterklagen
  • Hoher Grad an Anonymität und Schutz der Privatsphäre
  • Minimale Veröffentlichungspflichten

2) Unternehmensfreundliches Handelsgerichtsystem (sog. „Nevada Business Court“)

Der Bundesstaat Nevada hat ein Handelsgerichtssystem auf Grundlage der vorhandenen Modelle in den Bundesstaaten Delaware, Maryland, Pennsylvania, and North Carolina etabliert. Zielsetzung und Motivation der Errichtung des Nevada Business Court ist es, die Handhabung von Handels- und Gesellschaftsdisputen relativ zügig und mit relativ vorhersehbaren Ausgang für die beteiligten Unternehmen zu erreichen. Der operative Geschäftsbetrieb von in Nevada eingetragenen Gesellschaften soll somit weitmöglich, und ohne Unterbrechung, aufrechterhalten werden. Gerade in den von berüchtigten Juryentscheidungen geprägten USA sicherlich ein wichtiger Standortvorteil.

Entwicklung Nevadas und Ausblick

Aufgrund der wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen ist die Anzahl der jährlichen Neugründungen und Unternehmenseintragungen in Nevada extrem hoch. Im Boomjahr 2006 verzeichnete Nevada sage und schreibe 85.000 Gesellschaftseintragungen. Selbst nach dem Krisenjahr 2009 hat sich die Zahl der Neueintragungen auf ca. 60.000 jährlich eingependelt. Ca. 80% dieser Gründungen werden übrigens von außerhalb Nevadas angesiedelten Personen vorgenommen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang noch, dass Nevada gleichermaßen Klein- als auch Großunternehmen anzieht.

Die Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Unternehmung im US-Bundesstaat Nevada sind vielfältig und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reizvoll. Wie bei jeder Planung, sollten Sie die jeweiligen Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abwiegen. Insbesondere ein Vergleich zu den Bundesstaaten Delaware, Wyoming und Florida kann sich anbieten.

Lassen Sie sich in jedem Falle frühzeitig fachmännisch beraten. Wir helfen gerne.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Steuertraum Wyoming: Gründung in luftiger Höhe

Steuertraum Wyoming: Gründung in luftiger Höhe

Der US-Bundesstaat Wyoming, in den USA auch als der Cowboy State geläufig, sollte bei einer potentiellen Unternehmensgründung durchaus einmal näher beleuchtet werden. Der im Westen der USA gelegene Staat Wyoming ist überwiegend von Gebirgslandschaften und weiten Ebenen geprägt, wobei die Durchschnittshöhe des Staates bei über 2000 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Der niedrigste Ort des Staates, der zudem Heimat des berühmten Yellow Stone Nationalpark, mit über 3 Millionen Besuchern pro Jahr ist, liegt auf 945 Metern Höhe, so dass der niedrigste Ort höher gelegen ist als etwa Garmisch-Partenkirchen.

Was aber kann für diesen traditionell eher landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat für Ihre Unternehmensgründung sprechen?

Einige Fakten zu Wyoming und den Steuern:

 Die für deutsche Unternehmer nach wie vor überraschende Nachricht gleich vorweg:

Steuerliche Anreize

Im Jahre 2008 wurde der Bundesstaat Wyoming, in dem keine „State Tax“ für Unternehmen existiert, von der Tax Foundation als aus steuerlicher Sicht erstmals als unternehmensfreundlichster aller 50 Bundesstaaten der USA gewählt.

 Im Jahr 2013 ist Wyoming gemäß dem Tax Foundation’s State Business Tax Climate Index nunmehr zum vierten Mal in Folge als unternehmensfreundlichster Staat aus Steuersicht gewählt worden. Allenfalls der Bundesstaat Nevada kann derzeit mit den steuerlichen Rahmenbedingungen Wyomings noch mithalten.

Die Umsatzsteuer in Wyoming beträgt gerade einmal 4 %, wobei je nach Bezirk eine optionale Gemeindeumsatzsteuer von 2 % hinzukommen kann. Industrieherstellungsmaterialien können unter Umständen von der Umsatzsteuer befreit sein. Insgesamt ist die Steuerlast in Wyoming  gemäß dem Wyoming Business Council die zweitniedrigste in den USA.

Eine durchaus beachtliche Leistung, die auch durchaus das Interesse europäischer Investoren und Unternehmungen geweckt hat.

Anonymität und Anreize für Klein- und Familienunternehmen

Das Gesellschaftsrecht Wyomings sieht keine Eintragung in ein öffentliches Gesellschaftsregister für Geschäftsführer oder Gesellschafter eine Limited Liability Company vor. Insgesamt gesehen dürfen auch die übrigen Buchführungs- und Veröffentlichungspflichten als eher minimal angesehen werden.

Für Klein- und Familienunternehmen besteht in Wyoming zudem die Möglichkeit der Gründung und Führung von sog. Close Corporations, bzw. Close Limited Liability Companies. Diese Unternehmensformen ermöglichen es diesen Gesellschaften mit geringstmöglichem Bürokratieaufwand operativ tätig zu sein.

Unsere Einschätzung

Bereits dieser kurze Überblick dürfte die äußerst unternehmensfreundliche Kultur Wyomings verdeutlichen. Entscheidend kommt es letztlich auf Ihr konkretes Vorhaben an.

Ein kleiner Wehmutstropen sollte bei all den positiven Nachrichten aus Wyoming aber auf jeden Fall noch bedacht werden:

Internationale Geschäftsreisende auf dem Weg nach Wyoming werden wohl in der Regel in Chicago, Atlanta oder Denver umsteigen müssen. Wyomings größter Flughafen, der Jackson Hole Airport, liegt mitten im Grand Teton Nationalpark!

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Firmengründung in den USA: Was genau ist eigentlich ein Registered Agent?

Firmengründung in den USA: Was genau ist eigentlich ein Registered Agent?

Im Zusammenhang mit Firmengründungen, Übernahmen und Firmenfusionen in den USA fällt oftmals der Name des sog. Registered Agent. Was aber genau unter diesem Begriff zu verstehen ist und, welche Anforderungen an diesen Registered Agent gestellt werden, ist aber den meisten Beteiligten in Deutschland zunächst einmal unklar.

Begriff und Bedeutung des Registered Agent

Grob gesagt entspricht der Registered Agent einem offiziellem Zustellungsbevollmächtigten einer US Unternehmung. Ein US Unternehmen muss dabei stets über einen solchen Registered Agent in dem Bundesstaat verfügen, in welchem die entsprechende Gesellschaft gegründet wurde. Des Öfteren begegnet man auch der Terminologie „Resident Agent“ oder „Statutory Agent“, welches in der Regel aber gleichbedeutend mit einem Registered Agent zu verstehen ist.

Im Allgemeinen wird der Name und die Adresse des Registered Agent bereits im Rahmen der Gründung in den Gesellschaftsunterlagen festgehalten (z.B. in der Satzung, bzw. in den sog. Articles of Association). Der Registered Agent fungiert sodann als offizielle Kontaktperson für Zustellungen an die Gesellschaft (z.B. Behördenkommunikation, Steuerbenachrichtigungen, Zustellungen im Rahmen von Gerichtsverfahren etc.). Der Registered Agent kann eine natürlich oder eine juristische Person sein, die über einen physischen Geschäftssitz in dem betreffenden Bundesstaat verfügt. Der Registered Agent kann dabei auch eine Dritte Partei, z.B. ein ortsansässiger Rechtsanwalt der Gesellschaft sein.

Die Wahl des Registered Agents für Ihre Unternehmung in den USA sollte aufgrund der Bedeutung des Registered Agent jedenfalls nicht leichtfertig oder gar überhastet getroffen werden.

Mögliche Rechtsfolgen bei Versäumnissen

Sofern kein ordnungsgemäß bestellter Registered Agent für Ihr Unternehmen in den USA eingetragen und tätig ist, drohen teilweise erhebliche rechtliche Konsequenzen. So kann der entsprechende Bundesstaat Ihr Unternehmen wegen Non-Compliance belangen, welches zur Folge haben kann, dass Ihr Unternehmen nicht länger als in „Good Standing“ kategorisiert wird. In einem solchen Fall kann dem Unternehmen die Befugnis entzogen werden, Geschäfte in dem betreffenden Bundesstaat vorzunehmen. Auch empfindliche Gelbbußen sind möglich und keine Seltenheit.

Wechsel des Registered Agent

Sofern ein bereits bestellter Registered Agent gegen einen anderen ausgetauscht werden soll, hängen die Voraussetzungen hierfür von den Vorgaben der einzelnen Bundesstaaten ab. In einer Vielzahl von Bundesstaaten reicht die Einreichung eines entsprechenden Formblatts bei dem jeweiligen Secretary of State nebst entsprechender Gebührenerstattung aus. Im sonst so unternehmerfreundlichen Staate Delaware ist auf der anderen Seite aber ein tatsächlicher Nachtrag zur Satzung der betroffenen Gesellschaft zur Wirksamkeit des Wechsels erforderlich.

Im Zweifel sollten Sie sich daher vorab über die jeweiligen Bedingungen und Voraussetzungen hinsichtlich des Registered Agent in dem jeweiligen US Bundesstaat umfassend informieren und beraten lassen.

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Firmengründung in Delaware

Delaware – der beste Gründungsstandort in den USA…

Delaware – an der Ostküste der USA auf halbem Weg zwischen New York und Washington gelegen – war der erste Bundesstaat, welcher 1787 die US-Verfassung ratifizierte. Aus diesem Grund nennt sich Delaware auch heute noch selbst „The First State“ (der erste Staat). Obgleich die Einwohnerzahl mit ca. 870.000 eher klein ist und das lokale Leben beschaulich verläuft, sind 60 % der größten amerikanischen Konzerne hier registriert. Wenn Sie sich die Liste der US Fortune 500 Firmen (die größten und profitabelsten Firmen der USA) ansehen, werden Sie feststellen, daß ein Großteil den Firmensitz in Delaware hat. Die Konzentration von soviel „Großkapital“ hat mehrere nachvollziebare Gründe:

  • niedrige Gründung und Verwaltungskosten
  • einfaches Gründungsprozedere
  • kein US-Wohnsitz nötig
  • Vermögens und Haftungsschutz
  • Anonymität –> „Ein-Mann-Firmen“ sind in Delaware weit verbreitet und juristische Personen (z.B. eine andere Gesellschaft) können sowohl Besitzer, als auch Geschäftsführer einer Delaware Firma sein. Besonders die Delaware LLC’s bieten ein hohes Maß an Anonymität, da die Namen und Anschriften der Firmenvertreter nicht ins Handelsregister eingetragen werden
  • Eine Firma, die nicht im Bundesstaat Delaware tätig ist unterliegt nicht der Delaware State Income Tax. Delaware ist außerdem einer der wenigen US Bundesstaaten ohne Sales Tax (vergleichbar VAT)
  • geringe Verwaltungskosten in Delaware

Die e/m/s Unternehmensberatung gründet und verwaltet US Firmen in allen 50 Bundesstaaten der USA seit nunmehr 17 Jahren für internationalen Klienten . Die Firmengründung erfolgt online, manche US Firmengründungen dauern, falls gewünscht, nur wenige Stunde. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

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