Firmengründung USA: Die Corporation & Co. KG

Es gibt Fälle, bei denen man mit einer deutschen Rechtsform auftreten möchte, aber dennoch die Vorteile einer ausländischen Rechtsform (zum Beispiel die US-Corporation) integrieren möchten.

In diesen Fällen eignet sich die KG, Kommanditgesellschaft, bei der die US-Corporation der Komplementär – Vollhafter – ist. Eine KG wird ins deutsche Handelsregister eingetragen, ist also eine deutsche Rechtsform.

Übersicht Kommanditgesellschaft (KG):

Leitung: Komplementär
Haftung: Komplementär: uneingeschränkte Haftung (hier für US-Corporation)
Kommanditist: haften nur in Höhe Ihrer vereinbarten Einlagen
Kapitalbedarf: Komplementär: Eigenkapitaleinlage wie Einzelunternehmer
Kommanditisten: Einlage in vertraglich vereinbarter Höhe
Gewinn- bzw. Verlustverteilung:
Gewinnverteilung: Falls im Gesellschaftsvertrag nicht anders vereinbart, werden die Kapitalanteile der Gesellschafter mit 4% verzinst und der Restgewinn unter allen Gesellschaftern angemessen verteilt

Besteuerung:

Betriebliche Steuern: Gewerbesteuern
Persönliche Steuern: Besteuert wird der Kommanditist und der Komplementär. Verluste sind nur beim Komplementär voll abzugsfähig, beim Kommanditisten ist hingegen der Verlust nur begrenzt absetzbar.
Der Komplementär – hier also die US-Corporation – kann auch in den USA versteuert werden: Niedriger Körperschaftssteuersatz der US-Corporation ist daher möglich! Der Kommanditist wird in Deutschland mit Einkommenssteuer belegt

Die Vorteile der Corporation & Co. KG im Überblick:

– Haftungsbegrenzung: Bei einer GmbH & Co. KG übernimmt die GmbH die Haftungsbegrenzungsfunktion, bei der Corporation & Co. KG wird diese Aufgabe durch die Corporation übernommen.

– geringer Kapitalbedarf: Anders als bei der GmbH & Co. KG ist ein Mindestkapital für den Komplementär nicht erforderlich. Es muss kein Stammkapital in Höhe von mindestens 25.000 Euro in bar vorgehalten werden. Ist der Gründer daneben auch noch Kommanditist der KG, so muss er als solcher eine eigene Einlage in die KG einbringen, wobei er die Höhe der Einlage selbst bestimmen kann.

– einfache, schnelle und kostengünstige Gründung: Die Gründung einer US-Corporation ist sehr einfach: Da für die Registrierung eine notarielle Beurkundung nicht erforderlich ist, sondern das Einreichen der Gründungsunterlagen´ausreicht, kann die US-Corporation innerhalb von 48 Stunden gegründet werden. Dienstleister wie die e|m|s Unternehmensberatung haben langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet und übernehmen den gesamten Registrierungsvorgang beim Secretary of State. Da jede Corporation auch einen so genannten Resident Agent (RA) haben und die Büroadresse identisch mit dem Registered Office sein muss, bieten diese Dienstleister diesen Service häufig mit an.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA