Firmengründung in den USA: Washington der Bundesstaat

Washington liegt im Nordwesten der Vereinigten Staaten entlang der Küste des Pazifischen Ozeans gelegen und grenzt an Kanada. Der Namensgeber des Bundesstaates ist George Washington, der erste US-Präsident. Um den Staat, von der ebenfalls nach dem US-Präsidenten benannten Hauptstadt der USA, Washington D.C. zu unterscheiden, wird häufig für den Staat die Bezeichnung „Washington State“ verwendet. Washington ist geprägt durch den landschaftlichen Kontrast von Küsten- und Bergregionen im Westen und trockenen Gebieten im Osten des Staates. Über die Hälfte der Landfläche ist mit Nadelwäldern bedeckt, daher erhielt der Staat auch seinen Spitznamen Evergreen State (zu Deutsch „Immergrüner Staat“). Die Hochwälder des Bundesstaates gehören zu den regenreichsten der Erde. Die Hauptstadt von Washington ist Olympic und zählt rund 46.500 Einwohner (2010). Die größte Stadt ist jedoch Seattle, in deren Großraum etwa drei Millionen Menschen leben. Beide Städte sind wichtige Wirtschaftsstandorte für Handel, Industrie und Güterverkehr. Etwa 21 % der Einwohner sind deutscher Abstammung.

Wirtschaft

Das reale Bruttoinlandsprodukt in Washington beläuft sich auf 311,3 Milliarden US-Dollar. Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist die Luft- und Raumfahrtindustrie. Ein wichtiger Arbeitgeber des Staates und das gleichzeitig größte Exportunternehmen ist somit Boeing. Die Zivilflugzeugfertigung ist in den Städten Seattle, Renton und Everett angesiedelt. Der Bundesstaat kann aber mit weiteren großen Marken, die für die Wirtschaft von Bedeutung sind, überzeugen. So ist aus der Computertechnologie beispielsweise der Marktführer Microsoft in einem Vorort von Seattle ansässig. In Seattle selbst hat Amazon, das große Onlineversandhaus, seinen Sitz. Hinzukommt, dass die weltweit beliebte Kaffeemarke Starbucks aus Seattle kommt. Seattle ist also wirtschaftlich ein lukrativer Standort. Die traditionellen Wirtschaftszweige sind in Washington State auch zu finden – mehr als ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt. So gibt es aufgrund der günstigen Pazifiknähe Lachsfang und -zucht sowie Maschinen- und Schiffbau. Da der Columbia River als größte Quelle für Wasserkraft in den USA gilt, wird er zur Wasserkraftgewinnung genutzt. Natürlich spielt wie in vielen Bundesstaaten der USA auch hier der Tourismus eine bedeutende Rolle. Die drei Nationalparks ziehen jährlich viele Touristen an. Die wirtschaftliche Vielfältigkeit ist in dem Staat unverkennbar.

Infrastruktur

Durch die günstige Küstenlage und die dortigen Häfen bietet Washington ausgezeichnete Voraussetzungen für den Überseehandel mit Kanada und Alaska. In Seattle gibt es die längste Autobahn Nordamerikas, die Richtung Osten bis nach Boston führt. Bahn- und Busverkehr sind in Washington ebenso präsent. Da sich aber der Großteil der Bevölkerung am Puget Sound konzentriert, eine Art Halbinsel, spielt die Schiffsfahrt mit zahlreichen Fährunternehmen auch eine erhebliche Rolle. Es befinden sich im Washington State zahlreiche Flugplätze und Flughäfen, nicht zuletzt dank Boeing.

Steuern

Washington State gehört zu den Bundesstaaten der USA bei denen die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten sehr von Vorteil sind. Denn in Washington werden die Erträge gewinnorientierter Unternehmen nicht besteuert. Zudem ist es üblich in den USA, dass neben dem Bund noch von einigen Staaten selbst eigene Steuern auf das Einkommen von Privathaushalten erhoben werden, auch hier bildet Washington eine Ausnahme.

Fazit

Seattle wurde schon mehrfach zur „lebenswertesten Stadt“ der USA gewählt. Vielleicht eine Überlegung wert, denn die wirtschaftlich stabile Lage, die gut ausgebaute Infrastruktur sowie die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten bieten deutschsprachigen Investoren interessante Perspektiven. Wenn Sie weitere Informationen benötigen und in Erwägung ziehen eine Firma in den USA zu gründen, dann kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gern umfassend!

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Gründersicht: Wie das Steuersystem der USA funktioniert

Gründersicht: Wie das Steuersystem der USA funktioniert

Die meisten international orientierten Unternehmer haben „so in etwa“ eine Vorstellung wie das Steuersystem der USA funktioniert. Zeit für uns einmal einige grundlegende Mechanismen und Grundzüge näher zu beleuchten.

Die Steuerbehörde IRS

Der amerikanischen Bundessteuerbehörde „IRS“ (Internal Revenue Service), die dem amerikanischen Finanzministerium unterstellt ist, eilt ein durchaus berüchtigter Ruf voraus. Steuerliche Fristen und ähnliches möchte man lieber nicht verstreichen lassen, um eine Auseinandersetzung von vornherein zu vermeiden. Der Behörde stehen immerhin 100.000 Mitarbeiter zur Verfügung.

Für geneigte deutsche Unternehmer und Investoren dürfte interessant sein, dass die IRS eine Zweigstelle an der amerikanischen Botschaft in Berlin unterhält. Die IRS hat zudem einen Steuerleitfaden für Ausländer herausgegeben, der über die Webseite der IRS heruntergeladen werden kann (vgl. www.irs.gov).

Vorgang der Besteuerung

Die konkrete Steuerschuld von Einkommen ergibt sich für die USA dreistufig aus Bundes- („Federal Tax“), Bundesstaaten- („State Tax“) und Gemeindeabgaben („Community Tax“). Vor diesem Hintergrund bestehen je nach Wohn- oder Geschäftssitz erhebliche Unterschiede in der Besteuerung. Vor diesem Hintergrund erörtern wir in diesem Blog regelmäßig diejenigen Bundesstaaten, die sich aktuell durch steuerliche Anreize auszeichnen.

Zwischen Deutschland und den USA besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen, d.h. Unternehmer die nur vorübergehend in den USA leben, also dort nicht ortsansässig sind („Permanent Resident“; „Green Card Holder“) müssen in den USA lediglich ihr US Einkommen versteuern. Zu den Feinheiten lassen Sie sich bei konkretem Interesse am besten von ihrem Steuerberater beraten.

Stichtag zur Abgabe der Steuererklärung in den USA ist stets der 15. April.

Grob und verallgemeinert kann man sagen, dass die Einkommenssteuer in den USA durchaus einiges niedriger als in Deutschland ausfällt. Gerade im Falle von Immobilienerwerb ist aber an die sog. Property Tax zu denken, die auf Immobilieneigentum erhoben wird und je nach Wohnlage unterschiedlich hoch ausfällt. Sofern sich die Immobilie in einer gehobenen Wohnlage befindet kann auf ein Wohnhaus – je nach Bundesstaat und Gemeinde –  mit einem Wert von $350.000 gut und gerne ein jährlicher (!) Steuerbetrag zwischen $4000 und $6000 anfallen.

Social Security Tax – Sozialversicherungssteuer

Im Übrigen fällt auch noch die Entrichtung der Social Security Tax an; die amerikanische Variante der Sozialversicherung. Selbständige Personen sowie der Großteil der Arbeitnehmer sind zur Entrichtung von Beiträgen zur Rentenversicherung und Medicare verpflichtet. Ausnahmen hierzu bestehen kaum.

Der durchschnittliche Rentenanspruch aus Social Security liegt bei erschreckenden 18 % des amerikanischen Durchschnittseinkommens. Im Falle einer Übersiedlung sollte man also unbedingt das Szenario einer privaten Altersversorgung durchspielen.

Wir hoffen Ihnen mit diesen Ausführungen einige erste Anhaltspunkte zur Besteuerung in den USA gegebenen zu haben. Konkrete steuerliche Sachverhalten sollten Sie aber unbedingt durch Ihren steuerlichen Berater klären lassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA