Unternehmensgründung in den USA: Ein Kurzüberblick zur Investitionskultur und zur Personalpraxis

Unternehmensgründung in den USA: Ein Kurzüberblick zur Investitionskultur und zur Personalpraxis

Im Rahmen dieses Blogs betrachten wir regelmäßig die verschiedensten Aspekte, Bewegründe und Rahmenbedingungen für potentielle Unternehmensgründungen in den USA.
Grund genug für uns heute einmal einen Schritt zurückzutreten und die beiden Länder einem volkswirtschaftlichen Kurzvergleich zu unterziehen. Die USA, als nach wie vor größte Volkswirtschaft der Welt, strotzt unlängst wieder vor Kraft im Vergleich zum derzeit etwas schwächelnden Deutschland.
Die USA haben mit ihren circa 317 Millionen Einwohnern über dreimal so viele Einwohner und sind von der Fläche etwa 25-mal so groß wie Deutschland, so dass ein Vergleich grundsätzlich natürlich etwas hinkt. Wir haben es dennoch gewagt.

Die Investitionskultur

Google, Facebook, Yahoo und Konsorten sind alles Neugründungen der jüngsten Vergangenheit. Allesamt sind sie in den USA gestartet. Der deutsche Gründergeist kommt dabei im Vergleich etwas bescheidener daher. Aber wieso eigentlich?
Einer der Hauptgründe dürfte in der Risikobereitschaft in den USA liegen. Vergleicht man die Zahlen von Venture Capital in den USA und Deutschland für das Jahr 2012, so stellt man fest, dass die in Deutschland investierte Summe noch nicht einmal auf 2% des in den USA investierten Wagniskapitals erreicht. Die Zahlen scheinen sich aus deutscher Sicht für das Jahr 2013 zwar deutlich verbessert zu haben, dennoch kann man wohl folgern, dass der Weg für innovative Ideen „Sponsoren“ in Deutschland zu finden, hier in der Regel um einiges schwerer ausfällt.
Ein durchaus ernst zu nehmendes Problem für potentielle Gründer in Deutschland, denen es wohl oftmals nicht an originellen Ideen mangeln dürfte, sondern wohl eher an der mangelnden Finanzierbarkeit.

Die Einstellungs- und Kündigungskultur – Quickly Hired, Quickly Fired

Die deutschen Arbeitnehmerregelungen sind mit ihrer Vielzahl an arbeitnehmerfreundlichen Regelungen gerade in Hinsicht auf die Beendigung von Arbeitsverhältnissen dem amerikanischem Arbeitsrecht relativ fremd.
Kündigungsregelungen wie etwa 3 Monate zum Quartalsende oder spezifische Anforderungen an eine rechtmäßige betriebs- oder personenbezogene Kündigung sind in den USA nahezu unvorstellbar. Viele Arbeitsverhältnisse sind in einer Vielzahl der US Bundesstaaten „at-will“, was in etwa bedeutet, dass einem der Arbeitgeber nach Belieben, ohne Grund und ohne besondere Frist kündigen kann.
Die bekannten Hollywood-Filmszenen, in denen ein Arbeitgeber nach der Mittagspause gekündigt wird und umgehend vom Sicherheitsdienst nach Draußen geleitet wird, kann in den USA ohne weiteres in der Realität stattfinden.

Fazit

Unabhängig davon, welchen wirtschaftlichen Bereich man im Vergleich betrachtet, lässt sich wohl sagen, dass der US Markt regelmäßig risikofreudiger ist als sein deutsches Pendant. Vielleicht passt diese Unternehmenskultur ja auch für Ihre Gründung besser? Bei Fragen helfen wir gerne.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Gründungsland USA: Die Top-Wirtschaftstrends 2014

Gründungsland USA: Die Top-Wirtschaftstrends 2014

Nach den Krisenjahren, die sowohl die Europäische Union als auch die USA hart getroffen haben, geht es langsam aber stetig wieder aufwärts. Wie aber sieht es mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten derzeit aus?  Wir haben uns die aktuellen Trends einmal für Sie näher angesehen.

1) Der US Arbeitsmarkt

Der amerikanische Arbeitsmarkt erholt sich auch weiterhin dank der stabilisierten Wirtschaftslage. Im Februar lag die Arbeitslosenrate bei guten 6.7%. Dies sind ganze 3 Prozent weniger als etwa im Winter 2010 und immerhin ein ganzes Prozent besser als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Im Hinblick auf die aktuelle Arbeitslosenrate sollte in jedem Falle auch noch bedacht werden, dass diese aufgrund des in weiten Teilen der USA unglaublich extremen Winters noch nicht saisonbereinigt ist. Für Gründer und Investoren könnte 2014 ein gutes Jahr sein, um Fachleute und Top-Talente in den USA anzuwerben.

2) Der Immobilienmarkt

Der amerikanische Immobilienmarkt hat sich beruhigt und sitzt nun wieder fester im Sattel. Die Preisentwicklung für das laufende Jahr ist allerdings noch nicht ganz absehbar. Die Zinsen sind derzeit jedenfalls noch günstig (wobei auch nicht mehr ganz so günstig wie noch Mitte letzten Jahres) und auch die verbesserte Arbeitsmarktsituation könnte sich in den nächsten Monaten positiv auf die Nachfrage nach neuen Immobilien auswirken.

3) Geringe Inflation und niedriges Zinslevel

Die Inflation in den USA dürfte sich weiterhin um die 1 Prozent bewegen, was ungefähr der Hälfte des von der FED angestrebten Langzeitziel entspricht. Die Leitzinsen der Federal Reserve Bank werden wohl zwischen null und 0,25 Prozent liegen. Gerade Gründer und Investoren, die Gesellschaften in den USA gründen möchten, dürften diese Rahmenbedingungen für 2014 als äußerst günstig bewerten. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Zinslevel auf Dauer auf einem derart niedrigen Niveau verbleibt.

4) Der volkswirtschaftliche Trend

Der Einfluss der Krise auf die volkswirtschaftliche Entwicklung der USA wird zunehmend geringer. Es wird davon ausgegangen, dass das Wirtschaftswachstum im Laufe des Jahres einiges an Fahrt aufnehmen wird. Die finanziellen Anreize der FED sowie der derzeit boomende Aktienmarkt tun ihr übriges. Auch der volkswirtschaftliche Trend der USA deutet auf einen guten Zeitpunkt für eine Expansion in den US Markt hin.

5) Unser Ausblick

Der Stand vor der Krise ist auch in den USA noch nicht erreicht. Insbesondere hinsichtlich des Immobilienmarktes, mit seiner im Krisenjahr zerplatzten Blase, ist dies natürlich auch gar nicht wünschenswert. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und das derzeitige Investitionsklima sind jedoch als positiv zu bewerten.

Zögern Sie nicht, uns mit weiteren Fragen zu kontaktieren. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA

Neue Initiative New Yorks: Steuerfreiheit bis zu 10 Jahren!

Neue Initiative New Yorks: Steuerfreiheit bis zu 10 Jahren!

Wir haben in der Vergangenheit schon des Öfteren über den wirtschaftlichen Konkurrenzkampf der US Bundesstaaten untereinander berichtet. Der Bundesstaat New York ist mit seiner jüngsten Kampagne äußerst kreativ geworden. Unter der Führung von  Andrew Cuomo, dem Gouverneur New Yorks, ist das Projekt START-UP NY Anfang 2014 in Kraft getreten, wonach für bestimmte Unternehmen bis zu 10 Jahren Steuerfreiheit möglich ist.

Das START-UP NY Programm

Unter dem START-UP NY sind 55 steuerfreie Zonen an 55 Universitäten des Bundesstaats New York außerhalb von New York City sowie einigen ausgewählten Privatuniversitäten eingerichtet worden. Diesen für das Programm ausgewählten Universitäten ist es ermöglicht worden, hierfür verfügbare Flächen auf oder in der Nähe des jeweiligen Campus vorzusehen, und einen Plan zu entwickeln, welcher Art von Businesstypen die jeweiligen steuerfreien Zonen angeboten werden sollen. Die Vorzüge bei der Teilnahme an dem Programm sind attraktiv. Bei Partnerschaft mit einer der ausgewählten Universitäten locken u.a. Steuerfreiheit für eine Periode von bis zu 10 Jahren für:

– Einkommensteuer

– Umsatzsteuer (“Sales Tax”)

– Grundstücks- und Körperschaftssteuer

Hauptziel der Initiative sind Forschungs- und Entwicklungs- sowie High-Tech und Start-Up Unternehmen und vor allem Unternehmen, die nicht bereits im Bundesstaat New York angesiedelt sind. Unternehmen, die an der Teilnahme des Programmes interessiert sind, müssen sich dabei direkt bei der jeweiligen Universität mit der sie eine entsprechende Partnerschaft eingehen wollen, bewerben.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Die Voraussetzungen zur Teilnahme sind jedoch nicht unbedingt ohne. Neben weiteren Voraussetzungen, muss ein interessiertes Unternehmen ein Start-Up Unternehmen außerhalb New Yorks sein und seinen Sitz nach New York verlegen oder ein in New York bereits etabliertes Unternehmen muss expandieren. Zudem müssen die Unternehmen mit der Mission und den Zielen der jeweiligen Bildungsreinrichtung übereinstimmen, einen positiven Einfluss auf die Kommunen haben und Arbeitsplätze schaffen.

Bestimmte Geschäftsfelder sind von dem Programm ausdrücklich ausgeschlossen, beispielsweise:

– Immobilienmanagement und Immobilienverwaltungsgesellschaften

– Restaurant und Gastronomiebetriebe

– Anwaltskanzleien und Steuerberatungsgesellschaften

– Finanzdienstleistungen

Auch Unternehmen, die mit bereits in New York angesiedelten Unternehmen in direkter Konkurrenz stehen, sind ggf. von der Teilnahme an dem Programm ausgeschlossen.

Unser Ausblick

Der Ansturm auf das Programm von interessierten Start-Ups und Unternehmen ist enorm. Bereits noch vor Inkrafttreten hatten sich bereits über 800 für die Teilnahme beworben.

Wir denken, dass bei potentiellem Interesse nicht zu lange gezögert werden sollte. Zögern Sie Ihrerseits nicht,  mit uns hinsichtlich Ihrer Unternehmensplanung in den USA mit uns in Kontakt zu treten.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf unserer Seite: e|m|s – Firmengründung in den USA